Permeabilität und Flexibilität spielen eine zentrale Rolle für die Attraktivität der dualen Berufsausbildung. Beim diesjährigen GIZ Thementag ko-organisierte das DC dVET Sekretariat zusammen mit dem Kompetenzzentrum einen Workshop zum Thema «Wie können Bildungssysteme durchlässiger und flexibler werden?». Der Thementag fand erstmals ausschliesslich virtuell statt.

Einführend gab Prof. Dr. Ursula Renold vom Lehrstuhl für Bildungssysteme an der ETH Zürich einen allgemeinen Überblick zum Thema mit Schwerpunkt auf die Durchlässigkeit. Sie erläuterte, dass Bildungssysteme für ALLE Menschen über das gesamte Leben (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten anbieten sollten. In vielen Ländern ist dies bisher jedoch nicht der Fall ist, da vorallem in der Berufsbildung Weiterbildungsmöglichkeiten auf tertiärem Niveau fehlen. Hinzu kommt, dass die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung oft nicht oder nur sehr umständlich möglich ist. In der durch die Corona Pandemie zusätzlich beschleunigte digitale Transformation sieht sie jedoch einen zentralen Treiber von mehr Durchlässigkeit für viele nationale Bildungssysteme.

Kim Bauer, Programmkomponentenleiterin der GIZ in Jordanien, komplettierte den allgemeinen Überblick von Prof. U. Renold mit Einblicken in die Arbeit des Projekts «Labour Market-Oriented Vocational Education, Higher Education and Training – MOVE-HET» und dessen Bemühungen das jordanische Bildungssystem durchlässiger zu machen. Das Projekt arbeitet u.a. an einer Verbesserung der vertikalen Durchlässigkeit (=verbesserter Übergang in tertiäre Berufsbildung). Damit sollen sowohl die Qualifikationsniveaus der Jugendlichen verbessert wie auch das Ansehen und die Attraktivität der Berufsbildung in Jordanien gestärkt werden. Eine wichtige ergänzende Komponente ist die Stärkung der Berufsberatung. Dadurch können die jungen Leute angemessen über die Möglichkeiten in der Berufsbildung informiert und die individuell passendsten Berufe und Ausbildungsgänge identifiziert werden. Herausforderungen im Projekt betreffen insbesondere den Einbezug des Privatsektors und die Zusammenarbeit der verschiedenen relevanten Akteure – insb. Privatsektor, involvierte Ministerien und Universitäten – zum Thema Durchlässigkeit.

Nach einer Diskussionsrunde mit allen Workshop-TeilnehmerInnen wurden zum Abschluss die folgenden Kernpunkte identifiziert:

Für alle die am Thema Durchlässigkeit in der dualen Berufsbildung interessiert sind, bietet u.a. die folgende Publikation weitergehende Informationen.